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7 Nächte
 
2 Erwachsene
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Südtiroler Spezialitäten

 
Aha-Erlebnis: Graukäse

Graukäse ist besonders eiweißreich und beinahe frei von Fett. Die Bauern von einst mussten alles verwerten, was der Hof hergab. So auch die beim Butterschlagen abfallende Molke. Daraus entstand unter Zugabe von Milchsäurebakterien, ohne Lab, der handgeformte „Graukas“, der am warmen Holzofen zügig zu einer Köstlichkeit heranreifte. Dieser eigenwillige „Tiroler“ ist ein sturer Einzelgänger. Er duldet kaum Konkurrenz von anderen Aromen. Gerademal die Zwiebel kann es mit seinem scharfen Geschmack aufnehmen – doch dann wir das Gaumenerlebnis, mit Pfeffer, Essig und Öl, zu einer echten Überraschung. Von leidenschaftlichen Küssen ist anschließend allerdings abzuraten …


 
Gröstl: Für Bauern oder Herrn?

Aus der Not eine Tugend zaubern, darin war so manche Südtiroler Bergbäuerin eine Meisterin und entwickelte erfinderische Rezepte für die Resteverwertung. Kartoffeln und Zwiebeln waren fast immer vorrätig am Hof. Blieb von der sonntäglichen Fleischsuppe noch gekochtes Rindfleisch übrig, so wurden die Fleischstreifen mit Zwiebelringen und Pellkartoffeln in Butter köstlich zu einem „Bauerngröstl“ angebraten und mit Lorbeer, Majoran und Petersilie kräftig gewürzt. Für festlichere Anlässe oder geschätzten Besuch ließ sich schnell mit Kalbfleischstreifen eine vornehmere Variante auftischen: das „Herrngröstl“. Beide sind auch heute wieder beliebte Pfannengerichte.
 
Räucherdelikatesse: Speck

Speck ist der internationale Botschafter unter den Südtiroler Qualitätsprodukten. Schon um 1200 ist er in den Handelsregistern erwähnt und seine Zubereitung in den Metzger-Ordnungen geregelt. Hergestellt wurde die typische Tiroler Spezialität, um Fleisch für ein Jahr haltbar zu machen. Als guter Fettlieferant war der Speck eine der wichtigsten Energiequellen in der bäuerlichen Ernährung. Jeder Bauer hütet auch heute noch eifersüchtig sein Rezept, denn auf die Kräutermischung kommt es an und auf die Ruhe. Die traditionelle Regel von einst hat immer noch Gültigkeit: „Wenig Salz, wenig Rauch, viel Luft und Zeit“. Klingt eigentlich wie eine Lebensweisheit für einen gesunden Lebensstil …
 
Rund und gesund: Knödel

Die Knödel sind das Wahrzeichen Südtiroler Küchentradition schlechthin. Der traditionsreichste unter ihnen, der Speckknödel, ist erstmals um 1180 auf einem Fresko im Schloss Hocheppan figurativ belegt. Der Legende nach entstand das Gericht, weil hungrige Landsknechte eine Wirtin bedrohten. In der Not formte diese aus vorrätigen Zutaten wie Speck, Milch, Brot und Eier runde Teigbälle und kochte sie in Salzwasser – und siehe da, die improvisierte Mahlzeit kam an.
Die Zubereitung der Knödel ist seither zu einer Kunst mit vielen kleinen Küchengeheimnissen avanciert. Aktuellen Studien zufolge bietet das Lieblingsgericht der Südtiroler nicht nur leckere Gaumenfreuden, sondern auch eine perfekte Nährstoffrelation; Knödel sind kalorienarm und gesund.
 
Tasche mit Innenleben: Schlutzer

Die Schlutzkrapfen, auf Südtirolerisch „Schlutzer“, stammen ursprünglich aus dem Pustertal. Bei den Bauern gab es früher am Samstagabend das beste Essen als Lohn für die harte Arbeitswoche. Oft kamen dabei die Teigtaschen aus Roggen- und Gerstenmehl auf den Tisch, mit viel flüssiger Butter, die jeden Bissen richtig genussvoll in den Gaumen gleiten (zu Dialekt: „schlutzen“) ließ. Mit der traditionellen Füllung aus Spinat und Topfen boten sie auch armen Leuten eine äußerst nahrhafte Mahlzeit, die dem Körper alles gab, was er brauchte: Vitamine, Kohlehydrate, Eiweiß und Mineralstoffe!
 
 
 
 
 
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